Kommunale Entwicklung von Gesundheitsstrategien

Kommunale Entwicklung von Gesundheitsstrategien: Wissenschaft und Praxis im Dialog (KEG)

Das Forschungsprojekt „Kommunale Entwicklung von Gesundheitsstrategien“ (KEG) mit Fallstudien in Esslingen und Hamburg hat es sich zum Ziel gesetzt, die (Weiter-)Entwicklung von Gesundheitsförderungs- und Präventionsketten zu untersuchen. KEG versteht sich dabei als partizipatives Forschungsprojekt.

Partizipativ forschen bedeutet, die verschiedenen Phasen eines Forschungsprozesses, von der Entwicklung der Forschungsfrage bis hin zum Ergebnistransfer, in einer so genannten Wissenschaft-Praxis-Partnerschaft gemeinsam abzustimmen. Praxispartner der Hochschule Esslingen sind im Projekt KEG kommunale Verwaltungen und die zahlreichen Akteure der zu untersuchenden Stadtteile sowie die Behörden und Träger der Gesundheitsförderung auf Landesebene. Die Partner treffen sich als Forschende auf Augenhöhe in einer eigens hierfür eingerichteten Begleitgruppe, um alle Schritte gemeinsam zu diskutieren, durchzuführen und zu reflektieren (Aktion-Reflexion-Zyklus der partizipativen Forschung). Dabei werden zwei Zielebenen verfolgt: das wissenschaftliche Erkenntnisinteresse und die handlungsleitenden Ziele der Praxis.

Im Forschungsprojekt KEG werden die Faktoren gelingender Zusammenarbeit von professionellen Akteuren des Sozial- und Gesundheitswesens untersucht. Auf der Handlungsebene wird dieses wissenschaftliche Erkenntnisinteresse in konkrete Fragestellungen übersetzt, die sich an den Bedingungen und Anliegen im Stadtteil orientieren. Zur Untersuchung der zentralen Forschungsfragen, die sich auf die (Weiter-)Entwicklung von IKS beziehen, werden in KEG dialogische Methoden eingesetzt. Aus dem gemeinsamen Forschungsprozess werden zusätzlich Erkenntnisse zur Weiterentwicklung partizipativer Forschung abgeleitet.

 

Projektleiterin

Prof. Dr. Petra Wihofszky
petra.wihofszky@hs-esslingen.de

Projektmitarbeiterin

Sandra Layh
sandra.layh@hs-esslingen.de
Tel: 0711-397-4535

Kooperationspartner

  • Hamburgische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V. (HAG)
  • Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz Hamburg (BGV)
  • Bezirksamt Hamburg-Mitte
  • Stadt Esslingen am Neckar (Amt für Soziales und Sport)

Ziele des Projekts

  1. Erkenntnisse über die Zusammenarbeit und Anliegen in der Gesundheitsförderung auf Stadtteilebene gewinnen und damit die (Weiter-)Entwicklung von Integrierten Kommunalen Gesundheitsstrategien (IKS) lokal unterstützen.
  2. Gewonnene Erfahrungen zu IKS für die Entwicklung von Transferangeboten für weitere Stadtteile, Bezirke und Kommunen in den beteiligten Bundesländern nutzen.
  3. Zur Weiterentwicklung partizipativer Forschung durch die Untersuchung kommunikativer und reflexiver Prozesse in Wissenschafts-Praxis-Partnerschaften beitragen.