Programm

Auf dieser Seite finden Sie das (fortlaufend ergänzte) Programm für die Workshopreihe. In der Reihenfolge des zeitlichen Ablaufs werden die Titel der Workshops aufgeführt. Wenn Sie auf einen Titel klicken, öffnet sich die detaillierte Darstellung mit allen Informationen zu Inhalt, Zeit, Verantwortlichen etc für den betreffenden Workshop.

Was ist Partizipative Gesundheitsforschung?

Datum: Montag, 23.11.20, 15.00 – 16.30 Uhr

TN-Zahl: unbegrenzt

Übertragungsweg: Webex

Verantwortlich:

Prof. Dr. Michael Wright, LICSW, MS, Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin,

Michael.Wright(at)KHSB-Berlin.de

Workshop-Inhalte: Einführung in die Partizipative Gesundheitsforschung

Zentrale Erfahrungen bzw. Fragestellungen zur Diskussion:

In diesem Workshop werden auf Grund der deutschen und der internationalen Fachdiskussion die Grundsätze und der heutige Stand der Partizipativen Gesundheitsforschung vorgestellt. Die Teilnehmenden werden die Möglichkeit haben, ihre Fragen zu PGF zu diskutieren.

Hintergrund und weiterführende Informationen:

Teilprojekt Partizipation und Epidemiologie. Gesammelte Erfahrungen.

Zeit: Dienstag, 24.11.20, 14:00-15:30 Uhr

TN-Zahl: max. 30

Übertragungsweg: Webex

Verantwortlich: Dr. Susanne Jordan, Dr. Claudia Santos-Hövener, Dr. Mario Bach,

Robert Koch-Institut, Abteilung für Epidemiologie und Gesundheitsmonitoring.

Kontakt: partkommplus(at)rki.de

Workshop-Inhalte:

Im Teilprojekt „Partizipation und Epidemiologie“ (P&E) erforscht das Robert Koch-Institut, welchen Beitrag partizipative Ansätze zur methodischen Weiterentwicklung der Epidemiologie leisten können und wie Epidemiologie zur Weiterentwicklung partizipativer Forschungsansätze beitragen kann.

Das in P&E entwickelte Konzept der „partizipativen Epidemiologie“ beschreibt die aktive Einbeziehung und möglichst gleichberechtigte Zusammenarbeit von Forschenden und Beforschten in einzelnen Schritten oder im gesamten Studienverlauf. Zum Beispiel können partizipativ erhobene Gesundheitsdaten dazu beitragen (kommunale) Gesundheitsberichte stärker an den Themen auszurichten, die für sozial benachteiligte Bevölkerungsgruppen relevant sind.

Im Workshop werden relevante Aspekte der partizipativen Epidemiologie vermittelt und an Praxisbeispielen erläutert. Einblicke in den Projektverlauf, die Wirkung von P&E sowie ein Ausblick runden den Workshop ab.

Der Workshop richtet sich an Fachkräfte aus der Public Health-Praxis und -Forschung sowie an alle, die mehr über Ansätze der partizipativen Erhebung von Gesundheitsdaten erfahren möchten.

Projektinfo: www.rki.de/partkommplus

Entwicklung demenzfreundlicher Organisationen im Gesundheits- und Bildungsbereich als Beispiel partizipativer Gesundheitsforschung

Zeit: Mittwoch, 25. November, 9.00-10.30

TN-Zahl: max. 20

Übertragungsweg: Zoom

Verantwortlich: Petra Plunger; petra.plunger(at)univie.ac.at

Inhaltlich beteiligte Wissenschaftlerinnen: Petra Plunger (Institut für Pflegewissenschaft, Universität Wien), Verena C. Tatzer (Bachelor-Studiengang Ergotherapie, Fachhochschule Wiener Neustadt), Katharina Heimerl (Institut für Pflegewissenschaft, Universität Wien)

Workshop-Inhalte:

In diesem Workshop wollen wir der Frage nachgehen, wie sich Organisationen entlang der Bedürfnisse ihrer Nutzer*innen entwickeln lassen. Wir greifen dabei auf Konzepte aus der systemischen Organisationsforschung und Gesundheitsförderung (Großmann und Scala 1996) zurück und verbinden sie mit unseren Erkenntnissen aus Projekten partizipativer Gesundheitsforschung: zur Entwicklung von Organisationen, die die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz und von betreuenden Angehörigen in ihren Entscheidungen berücksichtigen.

Beispielhaft werden wir zwei Projekte vorstellen, die sich zum Ziel gesetzt haben, Wissen und Kompetenzen zum Thema Demenz zu entwickeln und zur Sensibilisierung und Entstigmatisierung beizutragen: die „Demenzfreundliche Apotheke“ und die „Bibliothek für alle - Demenzfreundliche Bibliothek“. Beide Projekte verbindet, dass am Entwicklungsprozess Mitarbeiter*innen, Leitungspersonen, betreuende Angehörige und Menschen mit Demenz beteiligt sind. Unterschiedlich ist die „Herkunft“ der beiden Organisationen – aus dem Gesundheits- und aus dem Bildungssystem.

Aufbauend auf einer kurzen Vorstellung beider Projekte und auf den Erfahrungen der Teilnehmer*innen zur partizipativen Gesundheitsforschung mit Organisationen wollen wir folgende Fragestellungen diskutieren:

  • Macht es einen Unterschied in der partizipativen Gesundheitsforschung mit Organisationen, je nachdem, ob die Organisation im Bildungssystem, Gesundheitssystem, Wirtschaftssystem usw. angesiedelt ist?
  • Wie kann Beteiligung von Nutzer*innen, Menschen mit (chronischen) Erkrankungen, (betreuenden) Angehörigen an der bedürfnisorientierten Entwicklung von unterschiedlichen Organisationen gelingen?
  • Welche Wirkungen können wir beobachten – auf individueller Ebene und Organisationsebene?



Partizipation erlebbar machen: Wege zu einer dialogischen Haltung

Zeit: Mittwoch, 25.11.20, 18.30 – 20.00 Uhr

TN-Zahl: 32

Übertragungsweg: Zoom

Verantwortliche:

Ina Schaefer, Alice Salomon Hochschule Berlin,

Am Workshop inhaltlich Beteiligte: Alice Salomon Hochschule Berlin, Peerforschende Projekt ElfE, Jugendwerk Aufbau Ost g GmbH („Haus Aufwind“)

Workshop-Inhalte: Die dialogische Haltung als Grundlage für die partizipative Zusammenarbeit erlebbar machen

Zentrale Erfahrungen bzw. Fragestellungen zur Diskussion:

Grundlage der partizipativen Forschung ist ein gleichberechtigter Dialog aller Beteiligten. Die Handlungsbezüge von Wissenschaftler*innen und Praxispartner*innen sowie von Peer-Forschenden sind jedoch unterschiedlich und erschweren eine dialogische Haltung.

Im Projekt „ElfE – Eltern fragen Eltern“ galt es, mit Eltern und pädagogischen Fachkräften einen offenen und respektvollen Dialog zu schaffen, der ein gemeinsames Denken und voneinander Lernen ermöglicht. Die Praxisprodukte des Projekts setzen ebenfalls diesen dialogischen Entwicklungsimpuls.

Hintergrund und weiterführende Informationen:


Wo stehen wir im Sozialraum? Partizipativ forschen und beraten in der Gesundheitsförderung.

Zeit: Donnerstag, 26.11.20, 10.00 – 11.30 Uhr

TN-Zahl: 20

Übertragungsweg: Webex

Verantwortlich: Prof. Dr. Petra Wihofszky, Hochschule Esslingen,

Petra.Wihofszky(at)hs-esslingen.de

Am Workshop inhaltlich Beteiligte: Petra Hofrichter und Henrieke Franzen, HAG

Workshop-Inhalte: Einführung in das Beratungsinstrument „Standortanalyse“ in der sozialraumorientierten Gesundheitsförderung

Zentrale Erfahrungen bzw. Fragestellungen zur Diskussion:

In diesem Workshop stellen wir die „Standortanalyse“ als Beratungsinstrument in der sozialraumorientierten Gesundheitsförderung vor. Sie ist ein einem partizipativen Forschungsprozess entstanden und wird in Hamburg eingesetzt. Beratungen werden in Präsenz und zukünftig auch digital durchgeführt. Wir wollen in diesem Workshop Erfahrungen über partizipatives Arbeiten im Sozialraum teilen und uns über Potenziale von digitalen Formaten austauschen.

Hintergrund und weiterführende Informationen:

  • Wihofszky, P; Layh, S; Hofrichter, P, Jahnke, M & Göldner, J (2020) Standortanalyse für den Auf- und Ausbau integrierter kommunaler Strategien. Esslingen/Hamburg. Instrument und Arbeitsheft. (erscheint auf: https://www.hag-gesundheit.de/home)
  • Wihofszky, P; Layh, S; Jahnke, M & Hofrichter, P (2020) Appreciative Inquiry in der Partizipativen Gesundheitsforschung: Methodische Einblicke in eine Fallstudie im Stadtteil. In: Hartung S, Wihofszky P, Wright MT (Hrsg) Partizipative Forschung – Ein Forschungsansatz für Gesundheit und seine Methoden, S 179-206. Wiesbaden: Springer VS. Open Access: https://doi.org/10.1007/978-3-658-30361-7
  • Gesund aufwachsen in Rothenburgsort. Erkenntnisse aus dem Forschungsprojekt Kommunale Entwicklung von Gesundheitsstrategien: Wissenschaft und Praxis im Dialog. Video online unter http://partkommplus.de/teilprojekte/keg/gesund-aufwachsen-in-rothenburgsort/

„DAS funktioniert hier doch niemals – oder doch?“ Erfahrungen und Strategien im direkten Vergleich von zwei Forschungs-AGs mit Menschen mit Lernschwierigkeiten.

 

Voraussetzung für die Teilnahme:

Bereitschaft, sich mit Ton und Video-Bild hinzu zu schalten.

Zeit: Donnerstag, 26.11.2020 12:00 bis 13:30 Uhr

TN-Zahl: max. 15

Übertragungsweg: Zoom

Am Workshop inhaltlich Beteiligte:

Dr. Dirk Bruland, Matthias Voss & Prof. Dr. Änne-Dörte Latteck, Fachhochschule Bielefeld, Institut für Bildungs- und Versorgungsforschung im Gesundheitsbereich

Verantwortlich: Dr. Dirk Bruland, Fachhochschule Bielefeld, dirk.bruland(at)fh-bielefeld.de

Workshop-Inhalte:

Ziel partizipativer Forschung ist die Perspektive der beforschten Gruppe in Forschungsprozesse selbstbestimmt und aktiv einzubinden. Jedoch Ansätze, die bei dem einen gar nicht funktionieren, können bei dem anderen genau der richtige sein. Abhängig von vielen Faktoren sind die Herausforderungen in der partizipativen Forschung sehr unterschiedlich.

Der Workshop beginnt mit einem Dialog über zwei Forschungs-AGs mit Menschen mit Lernschwierigkeiten, die vordergründig dieselben Ansätze haben, jedoch sehr unterschiedliche Voraussetzungen. Für den Erfolg der Projekte war der enge kollegiale Austausch über Ressourcen, Herausforderungen, Strategien und Planungen wichtig, um so fördernde und hemmende Bedingungen – (Nicht-)Gelingens-Bedingungen - zu identifizieren.

Vor diesem Hintergrund möchte der Workshop die Teilnehmenden durch den Dialog anregen, sich mit Ihren eigenen Erfahrungen einzubringen, um sich über die Identifikation von (Nicht-)Gelingens-Bedingungen und geeignete Vorgehensweisen mit unterschiedlichen Voraussetzungen auszutauschen, um Partizipation zu ermöglichen.

Informationen zu den Projekten:

Macht, Autonomie und Partizipation – Aushandlungsprozesse in der offenen Kinder- und Jugendarbeit

Zeit: Donnerstag, 26.11.2020, 14:00 -15:30 Uhr

TN-Zahl: 21

Übertragungsweg: Zoom

Verantwortlich: Jan Fischer, Elisabeth Rataj, Alexandra Schüssler

Elisabeth.Rataj(at)gesundheit-nds.de

Am Workshop inhaltlich Beteiligte:

Andreas Bogner, Jan Fischer, Lukas Gebhardt, Elisabeth Rataj, Mirko Schropp, Alexandra Schüssler, Lukas Schütt

Workshop-Inhalte:

Partizipation zu ermöglichen, ist ein Basiselement der Offenen Kinder- und Jugendarbeit. Dazu gehört die Einbindung der Jugendlichen in die Angebotsentwicklung. Der Ansatz der partizipativen Gesundheitsforschung kann einen Beitrag zur Stärkung dieser Grundlage leisten. Die Durchführung so genannter „Autonomer Öffnungen“ (AÖ) in Braunschweig, bei denen Jugendliche ihr Jugendzentrum ohne Beisein der Fachkräfte öffnen (Machtabgabe) und die Zeit eigenverantwortlich gestalten, geht auf eine Forderung der städtischen Jugendkonferenz nach mehr Autonomie zurück. Nach jeder AÖ hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, ihre Gedanken mittels einer Mentimeter-Umfrage festzuhalten. Anschließend wurden die Ergebnisse gesammelt und in einem gemeinsamen Workshop reflektiert. Die Perspektive der Fachkräfte wurde in Interviews festgehalten.

Im Zeitraum von zehn Monaten fanden zehn AÖ statt. Es zeigte sich, dass die Jugendlichen ihre eigenen Interessen seit der Durchführung der AÖ verstärkt einbringen. Die Fachkräfte haben zudem eine Entwicklung von Kompetenzen in verschiedenen Feldern beobachtet.

In diesem Workshop stellen wir das Projekt kurz vor. Dabei bringen wir unsere Perspektiven als Wissenschaftler*innen, als Fachkräfte und als Verantwortungsträger*innen der Kommunalverwaltung ein.

Anschließend wollen wir mit Ihnen/Euch gemeinsam in den Austausch kommen und bieten dafür die folgenden Themenräume an:

1. Partizipation – Welche Hürden gibt es bei der Umsetzung eines partizipativen Projekts? Welche Chancen ergeben sich aus einem partizipativen Ansatz?

2. Macht – Beteiligung geht mit der Abgabe von Verantwortung und Entscheidungshoheit einher. Was bedeutet die Abgabe von Macht und Entscheidungshoheit in der OKJA? Welche Hierarchien werden dabei berührt? Wo ergeben sich Bedenken oder Chancen in der Praxis?

3. Autonome Öffnungen – welche Auswirkung hat die AÖ auf das Gefüge im JuZe? Ist sie übertragbar auf andere Bereiche der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen?

Hintergrund und weiterführende Informationen:

„Kooperation Kommune – Krankenkassen“

Nicht öffentlicher Workshop

im Teilprojekt „Kommunen und Krankenkassen – Kooperation für gesunde Lebenswelten vor Ort“

Zeit: Freitag, 27.11.20, 10.00 – 13 Uhr

TN-Zahl: 10 -15

Übertragungsweg: Webex

Verantwortlich:

Christa Böhme, Dr. Thomas Franke, Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH

Am Workshop inhaltlich Beteiligte:

Kommunale und Krankenkassen-Vertreter*innen aus den am Teilprojekt beteiligten Fallstudienstädten Bielefeld, Erlangen und Gera

Workshop-Inhalte:

Die Teilnehmenden tauschen sich zu ihren Erfahrungen bei der Kooperation von Kommunen und Krankenkassen aus, identifizieren gemeinsam förderliche sowie hemmende Faktoren und entwickeln Empfehlungen, wie Rahmenbedingungen auf Bundes- und Länderebene für eine erfolgreiche Zusammenarbeit von Kommunen und Krankenkassen optimiert werden können.

Hintergrund und weiterführende Informationen:

  • Böhme, Christa, und Bettina Reimann: Integrierte Strategien kommunaler Gesundheitsförderung. Rahmenbedingungen, Steuerung und Kooperation – Ergebnisse einer Akteursbefragung. Deutsches Institut für Urbanistik (Hrsg.). Berlin 2018 (Difu-Sonderveröffentlichungen). difu.de/node/12018.
  • Rauland, Horst, Christa Böhme und Heike Köckler: Das Präventionsgesetz und seine Potentiale für eine gesundheitsfördernde Stadtentwicklung. In: Sabine Baumgart, Heike Köckler, Anne Ritzinger und Andrea Rüdiger (Hrsg.): Planung für gesundheitsfördernde Städte. Hannover 2018; S. 238-251 (Forschungsberichte der ARL).

Partizipative Forschung im Lockdown? Ästhetische Methoden im Online-Modus.

Voraussetzung für die Teilnahme: Bereitschaft, sich mit Ton und Video-Bild hinzu zu schalten.

Datum: Freitag, 27.11.20, 18.00 - 19.30 Uhr

TN-Zahl: 20

Übertragungsweg: Zoom

Verantwortlich:

Ariane Brenssell, a.brenssell(at)ostfalia.de

Andrea Lutz-Kluge, Andrea.Lutz-Kluge(at)hwg-lu.de

Workshop-Inhalte:

Das Herstellen von Partizipation in Forschungszusammenhängen wird durch die #Covid-19-Situation massiv erschwert. Es bedarf aktuell einiges an Kreativität und Ideen, um trotz 'Lockdown'-Situation Partizipation möglich zu machen. Im Sinne einer kritischen Weiterentwicklung von Forschung für eine demokratische Gesellschaft der Zukunft erweist es sich jedoch als notwendiger denn je, emanzipatorische Forschungsansätze weiter zu denken!

Im Rahmen des Workshops sollen - nach einer Einführung in die Bedeutung (gendersensibler) partizipativer Forschung für emanzipatorische Praxis -ausgewählte "Ästhetische Forschungsmethoden" im Online-Modus vorgestellt und anhand eines konkreten Beispiels erprobt werden.

Literaturangaben, Empfehlungen:

  • Brenssell, Ariane/Lutz-Kluge, Andrea (Hrsg.)(2020): Partizipative Forschung und Gender. Emanzipatorische Forschungsansätze weiterdenken. Opladen, Berlin, Toronto: Verlag Barbara Budrich
  • https://unserblockbleibt.wordpress.com/



Wirkungen in der Partizipativen Gesundheitsforschung – Partizipation als Treiber für Veränderungen

Datum: Montag, 30.11.2020

Zeit: 14.00-15.30 Uhr

TN-Zahl: 30

Übertragungsweg: Webex Meetings

Verantwortlich: Theresa Allweiss, Theresa.Allweiss(at)KHSB-Berlin.de

Am Workshop inhaltlich Beteiligte: Jan Fischer, Nikola Schwersensky

Workshop-Inhalte:

Partizipative Gesundheitsforschung zielt darauf ab, sowohl neue Erkenntnisse als auch Veränderungen zur Förderung der Gesundheit zu erzeugen. Daher ist die Beschäftigung mit Wirkungen, die durch Forschung angestoßen werden, besonders für die Partizipative Gesundheitsforschung relevant. Aber wie können Wirkungen in Bezug auf die eigenen Forschungsprojekte identifiziert und beschrieben werden? Und welche besondere Rolle spielt Partizipation bei der Entstehung von Wirkungen?

Der Workshop widmet sich diesen beiden Fragen. Vertreter*innen aus dem Forschungsverbund für gesunde Kommunen – PartKommPlus erklären, wie sie Wirkungen verstanden, erfasst und in Form von Wirkungsbeschreibungen dargestellt haben. Sie geben Einblicke in die Veränderungen, die auf verschiedenen Ebenen innerhalb des Verbundes dokumentiert wurden. Die Teilprojekte PEPBS, angesiedelt in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit, und GESUND!, angesiedelt im Bereich Heilpädagogik, schildern dabei konkrete Beispiele aus ihrer Arbeit. Sie erläutern, welche Rolle Partizipation für die jeweiligen Veränderungsprozesse spielte.

Zentrale Erfahrungen bzw. Fragestellungen zur Diskussion:

Im Anschluss an die verschiedenen Inputs werden Sie die Möglichkeit haben, Fragen zu stellen und Inhalte zu kommentieren. Überdies laden wir Sie ein, mit uns darüber zu diskutieren, inwieweit Partizipation bestimmte Wirkungen erst ermöglicht oder gar behindert.

Hintergrund und weiterführende Informationen:

  • http://partkommplus.de/ergebnisse/wirkungen-impact/
  • Wihofszky P, Hartung S, Allweiss T et al. (2020) Photovoice als partizipative Methode: Wirkungen auf individueller, gemeinschaftlicher und gesellschaftlicher Ebene. In: Hartung S, Wihofszky P, Wright M T (Hrsg) Partizipative Forschung. Springer Fachmedien Wiesbaden, Wiesbaden, S 85–141
  • Wright M T, Hartung S, Bach M et al. (2018) Impact and Lessons Learned from a National Consortium for Participatory Health Research. PartKommPlus - German Research Consortium for Healthy Communities (2015–2018). BioMed Research International 2018(2):5184316. DOI 10.1155/2018/5184316
  • Cook T, Roche B (2017) Editorial. Special Themed Issue: The Conceptualisation and Articulation of Impact: Hopes, Expectations and Challenges for the Participatory Paradigm. Educational Action Research 25(4):467–472. DOI 10.1080/09650792.2017.1358516

Ist die Wissenschaftskultur mit der Partizipativen (Gesundheits-)Forschung vereinbar?

Die Teilnehmer*innen an diesem Workshop erteilen mit der Anmeldung ihr Einverständnis, dass die gesamte Veranstaltung aufgezeichnet wird

Zeit: Montag, 30.11.20, 16:30-18:00 Uhr

TN-Zahl: keine Begrenzung

Anbieter: Webex

Verantwortlich:

Prof. Dr. Michael Wright, LICSW, MS, Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin

Michael.Wright(at)KHSB-Berlin.de

Dr. Petra Narimani, Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin,

Petra.Narimani(at)KHSB-Berlin.de

Am Workshop inhaltlich Beteiligte:

Dr. Sarah Weschke, QUEST Center for Transforming Biomedical Research, Berlin Institute of Health (BIH)

Diana Craciun, M.A., Trainerin zu Inklusion und Antidiskriminierung, Head of Quality Management and Diversity am Exzellenzcluster SCRIPTS, ZSIMT Berlin

Leman Bilgic, M.A., Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Charité, Universitätsmedizin Berlin

Tabea Böttger, Ergotherapeutin, M.Sc., Wiss. Mitarbeiterin am Institut für Gesundheitswissenschaften, Universität zu Lübeck, Studiengang Ergotherapie/Logopädie

Dr. Doris Arnold, Vertretung einer Professur für das Lehrgebiet Pflegewissenschaft, Fachbereich Sozial- und Gesundheitswesen Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen

Workshop-Inhalte: Auseinandersetzung mit Fragen der Vereinbarkeit der Wissenschaftskultur und –tradition in deutschsprachigen Ländern mit den Grundsätzen der Partizipativen Gesundheitsforschung

Zentrale Erfahrungen bzw. Fragestellungen zur Diskussion:

Partizipative Forschungsansätze sind in Ländern außerhalb des deutschsprachigen Raums stärker vertreten, z. B. im angloamerikanischen Raum oder in Lateinamerika. Ausgehend von Erfahrungen der Referent/innen im Rahmen partizipativer Forschungsprojekte wird zur Diskussion gestellt, dass einige Gründe dafür in der deutschsprachigen Wissenschaftskultur und –tradition liegen. Die Sozialisation und Identität als Wissenschaftler*in, das Verständnis von Wissenschaft und die scharfe Trennung von Wissenschaft und Praxis werden u. a. thematisiert.

Hintergrund und weiterführende Informationen:

  • von Unger, H; Block, M; Wright, MT (2007) Aktionsforschung im deutschsprachigen Raum. Zur Geschichte und Aktualität eines kontroversen Ansatzes aus Public Health Sicht. In der Reihe „Discussion Papers“. Berlin: Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung.
  • Altrichter H, Posch P (2010) Reflective development and developmental research: Is there a future for action research as a research strategy in German-speaking countries? Educational Action Research 18(1):57–71.
  • Wright, MT; Burtscher, R; Wihofszky, P (2018) PartKommPlus—German Research Consortium for Healthy Communities: New Developments and Challenges for Participatory Health Research in Germany. In: Wright, MT; Kongats, K. Participatory Health Research. Voices from Around the World. New York: Springer: 117-126.

Wirkungen in der Partizipativen Gesundheitsforschung – Partizipation als Treiber für Veränderungen (2. Termin)

Datum: Dienstag, 01.12.2020

Zeit: 10.30-12.00 Uhr

TN-Zahl: 30

Übertragungsweg: Webex Meetings

Verantwortlich: Theresa Allweiss, Theresa.Allweiss(at)KHSB-Berlin.de

Am Workshop inhaltlich Beteiligte: Jan Fischer, Nikola Schwersensky

Workshop-Inhalte:

Partizipative Gesundheitsforschung zielt darauf ab, sowohl neue Erkenntnisse als auch Veränderungen zur Förderung der Gesundheit zu erzeugen. Daher ist die Beschäftigung mit Wirkungen, die durch Forschung angestoßen werden, besonders für die Partizipative Gesundheitsforschung relevant. Aber wie können Wirkungen in Bezug auf die eigenen Forschungsprojekte identifiziert und beschrieben werden? Und welche besondere Rolle spielt Partizipation bei der Entstehung von Wirkungen?

Der Workshop widmet sich diesen beiden Fragen. Vertreter*innen aus dem Forschungsverbund für gesunde Kommunen – PartKommPlus erklären, wie sie Wirkungen verstanden, erfasst und in Form von Wirkungsbeschreibungen dargestellt haben. Sie geben Einblicke in die Veränderungen, die auf verschiedenen Ebenen innerhalb des Verbundes dokumentiert wurden. Die Teilprojekte PEPBS, angesiedelt in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit, und GESUND!, angesiedelt im Bereich Heilpädagogik, schildern dabei konkrete Beispiele aus ihrer Arbeit. Sie erläutern, welche Rolle Partizipation für die jeweiligen Veränderungsprozesse spielte.

Zentrale Erfahrungen bzw. Fragestellungen zur Diskussion:

Im Anschluss an die verschiedenen Inputs werden Sie die Möglichkeit haben, Fragen zu stellen und Inhalte zu kommentieren. Überdies laden wir Sie ein, mit uns darüber zu diskutieren, inwieweit Partizipation bestimmte Wirkungen erst ermöglicht oder gar behindert.

Hintergrund und weiterführende Informationen:

  • http://partkommplus.de/ergebnisse/wirkungen-impact/
  • Wihofszky P, Hartung S, Allweiss T et al. (2020) Photovoice als partizipative Methode: Wirkungen auf individueller, gemeinschaftlicher und gesellschaftlicher Ebene. In: Hartung S, Wihofszky P, Wright M T (Hrsg) Partizipative Forschung. Springer Fachmedien Wiesbaden, Wiesbaden, S 85–141
  • Wright M T, Hartung S, Bach M et al. (2018) Impact and Lessons Learned from a National Consortium for Participatory Health Research. PartKommPlus - German Research Consortium for Healthy Communities (2015–2018). BioMed Research International 2018(2):5184316. DOI 10.1155/2018/5184316
  • Cook T, Roche B (2017) Editorial. Special Themed Issue: The Conceptualisation and Articulation of Impact: Hopes, Expectations and Challenges for the Participatory Paradigm. Educational Action Research 25(4):467–472. DOI 10.1080/09650792.2017.1358516

Die Verwobenheit von partizipativem Projekt und Dissertationsvorhaben: Ein Arbeitstreffen mit partizipativ forschenden Doktorand*innen

 

Datum: Mittwoch, 02.12.20, 14:00-15:30 Uhr

Übertragungsweg: Zoom

TN-Zahl: Keine Begrenzung

Verantwortlich: Marilena v. Köppen mvkoeppen(at)gmail.com

Inhaltlich Beteiligte: Kilian Hermann, Marilena v. Köppen, Maja Kuchler, Kristina Schmidt, Helene v. Stülpnagel und Sabine Tiefenthaler

Workshop-Inhalte:

Wir sind Mitglieder einer selbstinitiierten Arbeitsgruppe partizipativ forschender Doktorand*innen (PartGroup) und treffen uns regelmäßig, um den Stand unserer partizipativen Forschungsprojekte zu diskutieren. Eine Herausforderung ist dabei, wie die Dissertation als eigenständige Qualifizierungsarbeit mit dem partizipativen Paradigma in Einklang gebracht werden kann. Im Rahmen des Workshops möchten wir daher mit Ihnen/Euch diskutieren, wie Dissertation und Forschungsprojekt zueinanderstehen, und laden Sie dazu ein, an diesem „Arbeitstreffen“ teilzuhaben und eigene Fragen und Erfahrungen einzubringen. 

Anhand von geplanten und bereits laufenden Promotionen möchten wir Risiken und Nebenwirkungen partizipativer Forschung für Dissertationsvorhaben erörtern und überlegen, wie die unterschiedlichen Schnittstellen bearbeitet werden können. Dabei sollen auch die Besonderheiten der einzelnen Forschungsphasen berücksichtigt werden. 

Folgende Fragen wollen wir im Workshop näher beleuchten:

  • Verorten wir unsere Dissertationsvorhaben in dem jeweiligen partizipativen Projekt oder parallel dazu?  
  • Wie können wir möglicherweise die Co-Forscher*innen in den Auswertungsprozess und die Veröffentlichung miteinbeziehen?
  • Was ist meine Rolle als Doktorand*in in dem Verhältnis zwischen Projekt und Dissertation?

Wir freuen uns über eine rege Diskussion und einen lebendigen Erfahrungsaustausch mit Ihnen/Euch.

Teilprojekt Partizipation und Epidemiologie. Gesammelte Erfahrungen. (2. Termin)

Zeit: Mittwoch, 02.12.20, 15:00-16:30 Uhr

TN-Zahl: max. 30

Übertragungsweg: Webex

Verantwortlich: Dr. Susanne Jordan, Dr. Claudia Santos-Hövener, Dr. Mario Bach,

Robert Koch-Institut, Abteilung für Epidemiologie und Gesundheitsmonitoring.

Kontakt: partkommplus(at)rki.de

Workshop-Inhalte:

Im Teilprojekt „Partizipation und Epidemiologie“ (P&E) erforscht das Robert Koch-Institut, welchen Beitrag partizipative Ansätze zur methodischen Weiterentwicklung der Epidemiologie leisten können und wie Epidemiologie zur Weiterentwicklung partizipativer Forschungsansätze beitragen kann.

Das in P&E entwickelte Konzept der „partizipativen Epidemiologie“ beschreibt die aktive Einbeziehung und möglichst gleichberechtigte Zusammenarbeit von Forschenden und Beforschten in einzelnen Schritten oder im gesamten Studienverlauf. Zum Beispiel können partizipativ erhobene Gesundheitsdaten dazu beitragen (kommunale) Gesundheitsberichte stärker an den Themen auszurichten, die für sozial benachteiligte Bevölkerungsgruppen relevant sind.

Im Workshop werden relevante Aspekte der partizipativen Epidemiologie vermittelt und an Praxisbeispielen erläutert. Einblicke in den Projektverlauf, die Wirkung von P&E sowie ein Ausblick runden den Workshop ab.

Der Workshop richtet sich an Fachkräfte aus der Public Health-Praxis und -Forschung sowie an alle, die mehr über Ansätze der partizipativen Erhebung von Gesundheitsdaten erfahren möchten.

Projektinfo: www.rki.de/partkommplus

»Quartiersentwicklungsprozesse für und mit ältere/n Menschen – Beziehung als konstitutives Element partizipativer Forschung«

 

Zeit: Donnerstag, 03.12.,10-11:30 Uhr

TN-Zahl: max. 25

Übertragungsweg: Webex

Moderation: Prof. Dr. Susanne Kümpers, Susanne.Kuempers(at)pg.hs-fulda.de

Am Workshop inhaltlich Beteiligte:

  • Gunther Burfeind
    (Leiter des Stadtteilzentrums Agathof e. V. in Kassel-Bettenhausen)
  • Andreas Hannig
    (Stadt Kassel, Sozialamt, Leiter des Referats für Altenhilfe)
  • Christina Kühnemund
    (Hochschule Fulda, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsprojekt)
  • Prof. Dr. Susanne Kümpers
    (Hochschule Fulda, Projektleitung des Forschungsprojektes)
  • Rose Ostermann
    (Vorstandsvorsitzende des Stadtteilzentrums Agathof e. V. in Kassel-Bettenhausen)
  • Edith Schneider
  • (Stadt Kassel, Sozialamt, Mitarbeiterin der Beratungsstelle ÄLTER WERDEN)

Workshop-Inhalte:

Wie können Quartiersentwicklungsprozesse und lebensweltbezogene Strategien der Gesundheitsförderung für und mit ältere/n Menschen, insbesondere auch Personen in schwierigen Lebenslagen, partizipativ entwickelt sowie gemeinsam mit verschiedenen Akteuren im Rahmen partizipativer Forschungsprojekte vor Ort umgesetzt werden?
Mit diesen Fragen beschäftigte sich u. a. das Projekt „Gesund Älterwerden in Bettenhausen“.

Aus unterschiedlichen Blickwinkeln der Mitwirkenden werden im Rahmen des Workshops die Projektverläufe, die gemeinsamen Forschungs- und Handlungsprozesse sowie Erkenntnisse aus der im städtischen Wohnquartier angesiedelten Fallstudie in Kassel-Bettenhausen dargestellt.

Dabei, und auch innerhalb der sich anschließenden gemeinsamen Workshop-Diskussion, soll insbesondere der Aspekt der „Beziehung(en)“ in den Blick genommen und aus verschiedenen Perspektiven betrachtet werden (bspw. die Zusammenhänge von Partizipation und Beziehung sowie die Beziehungsebenen innerhalb partizipativer Forschungsprozesse).

Weiterführende Informationen:

Kümpers, Susanne/ Kühnemund, Christina/ Nemelka, Miguel (2017 a): Partizipative Gesundheitsförderung für und mit älteren Menschen in der Kommune – Das Forschungsprojekt „Age4Health – Gesunde Stadtteile für Ältere“. In: Alisch, Monika/ Hagspihl, Stephanie/ Kreipl, Claudia/ Ritter, Martina (Hrsg.): Alter(n) und Soziale Nachhaltigkeit. Interdisziplinäre Zugänge zu den Herausforderungen alternder Gesellschaften. Kassel: kassel university press. S. 59-79.

Kümpers, Susanne/ Kühnemund, Christina/ Nemelka, Miguel (2017 b): Partizipative Gesundheitsförderung für und mit älteren Menschen im Wohnquartier. Ein Werkstattbericht. In: Public Health Forum, 25 (2): 162-164.

Kümpers, Susanne/ Kühnemund, Christina/ Nemelka, Miguel (2017 c): Age4Health – Gesunde Stadtteile für Ältere. Suchprozesse und Strategieentwicklung in einem partizipativen Forschungsprojekt. In: Stadtpunkte. Informationen zur Gesundheitsförderung (Zeitschrift der Hamburgischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V.), Heft 01/ Mai 2017, S. 5-7. Abruf unter: http://www.hag-gesundheit.de/uploads/docs/1615.pdf [letzter Abruf: 07.11.2019].

Kühnemund, Christina/ Kümpers, Susanne (2018): Gesundheitsförderung für Ältere im Stadtteil. In: Public Health Forum 26 (2): 123-126.

Kümpers, Susanne/ Kühnemund, Christina/ Burfeind, Gunther/ Hannig, Andreas/ Ostermann, Rose/ Schneider, Edith (2020, i. E.): Prozess- und Wirkungsbeschreibung. Forschungsprojekt „Gesunde Stadtteile für Ältere - Age4Health“. Fallstudie Kassel-Bettenhausen, 2015-2020.

Partizipative Seminarentwicklung – Arbeitsweisen, Erfahrungen und Beispiele aus dem Projekt GESUND!

Datum: Donnerstag, 03.12.20, 13-14.30 Uhr

TN-Zahl: max. 30

Übertragungsweg: Webex

Verantwortlicher: Prof. Dr. Reinhard Burtscher, Reinhard.Burtscher(at)KHSB-Berlin.de

Am Workshop inhaltlich Beteiligte: Nikola Schwersensky, Merlin Perowanowitsch, Theresa Allweiss und die Mitforschenden aus dem Projekt GESUND!

Workshop-Inhalte:

In dem PartKommPlus-Projekt „GESUND! – Menschen mit Lernschwierigkeiten und Gesundheitsförderung“ entwickelten wir Gesundheitsseminare. Die Seminare wurden in einem inklusiven Team, bestehend aus Beschäftigten einer Werkstatt für behinderte Menschen und akademischen Mitarbeitenden, erarbeitet und erprobt. Der Arbeitsprozess folgte neun Schritten, die von der Themenwahl, dem Sammeln von Wissen, über die Erarbeitung von Seminarmaterial in leichter Sprache, bis hin zu der Umsetzung und Auswertung von Probeseminaren reichten. Zudem wurden die Beteiligten mit Lernschwierigkeiten zu Co-Seminarleitungen qualifiziert, damit sie die Seminare mit Unterstützung selbst anleiten können.

Zentrale Erfahrungen bzw. Fragestellungen zur Diskussion:

In dem Workshop skizzieren wir unsere Vorgehensweise, berichten von unseren Erfahrungen und reflektieren dabei die Prozesse der Entscheidungsfindung im inklusiven Team. Anschließend präsentieren wir Elemente aus den Seminaren und laden Sie zum Austausch ein.

Hintergrund und weiterführende Informationen:

Partizipative Forschung im Bereich Gesundheit verankern: Erfahrungen, Perspektiven und Zukunftsvisionen.

Die Podiumsdiskussion wird Online stattfinden. Über den Chat werden Teilnehmende aus dem "Zuschauerraum" aktiv in die Diskussion einbezogen. 

Zeit: 03.12.20, 17:00-18:30 Uhr
TN-Zahl: max. 50 Personen
Anbieter: Zoom

Verantwortlich:

Prof. Dr. Gesine Bär, Alice Salomon Hochschule Berlin, baer(at)ash-berlin.eu,

Prof. Dr. Sebastian von Peter, sebastian.vonpeter(at)mhb-fontane.de

Inhaltlich Beteiligte:

 

  • Dr. Petra Plunger, Institut für Pflegewissenschaft, Universität Wien
  • Petra Hofrichter, Hamburgische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V.
  • Jasmin Rehfeldt, ElfE-Projekt & AG Praxispartner*innen im PartKommPlus Forschungsverbund
  • Dr. Stefanie Houwaart – Patientenvertreterin der Krebs-Selbsthilfe
  • Barbara Steffens - Techniker Krankenkasse NRW und Staatsministerin a.D.

Inhalte:

Die Partizipation von Patienten*innen und Bürger*innen in der Gesundheitsforschung gehört in vielen Ländern (z. B. Niederlande, Großbritannien, Irland, Kanada, USA,) zu den Grundprinzipien der Gesundheitsforschung. Partizipation meint dabei nicht nur die bloße Informationsvermittlung, sondern auch die Etablierung gemeinsamer Arbeitsprozesse zwischen Wissenschaft, Fachkräften und den sonst nur "beforschten" Gruppen. Von der Definition der Forschungsfragen bis zur Verwertung der Ergebnisse arbeiten wissenschaftliche und zivilgesellschaftliche Akteur*innen eng und möglichst gleichberechtigt zusammen. Partizipative Gesundheitsforschung erscheint aufgrund der beteiligten Vielfalt von Akteur*innen und Praxis-, bzw. Wissensbeständen ressourcenaufwändig und herausfordernd. Ihr demokratisches und emanzipatorisches Potenzial macht sie attraktiv. Es zeigt sich, dass durch diese Ansätze die Aussagekraft und Relevanz von Forschungsvorhaben für alle Beteiligte signifikant verbessert werden kann.

Förderpolitisch ist in den letzten Jahren einiges in Bewegung geraten. Die Rahmenbedingungen partizipativer Forschung sind heute somit andere als zum Beginn des Forschungsverbundes in 2015: Das Thema Partizipation in der Forschung wird in Deutschland inzwischen politisch breit diskutiert und findet sich in diversen Förderlinien wieder. Weitere Beispiele sind die Aufnahme des Kriteriums der Partizipation in das Rahmenprogramm Gesundheitsforschung, die geplante Partizipationsinitiative des BMBF für das Jahr 2022 und die kleine Anfrage vom 10.10.2018 zur Stärkung von Partizipation in Wissenschaft und Forschung durch Bündnis 90/die Grünen. Es scheint daher ein geeigneter Zeitpunkt, um gemeinsam eine Bestandsaufnahme zu machen.

Im Rahmen der Workshop-Reihe bietet das Netzwerk Partizipative Gesundheitsforschung (PartNet) eine interaktive Podiumsdiskussion unterschiedlicher Partner*innen aus Politik, Praxis und Wissenschaft an, die über diese und andere Entwicklungen sowie über mögliche Perspektiven für die Zukunft kritisch diskutieren. Ausgehend von gesammelten Erfahrungen im Rahmen des Forschungsverbundes PartKommPlus soll dabei der Frage nachgegangen werden, wie sich partizipative Forschungsnetzwerke und Verbundprojekte zukünftig aufstellen könnten und welche Rahmen- und Förderbedingungen es dafür braucht. Dabei ist es uns wichtig, nicht nur Herausforderungen oder Probleme zu benennen, sondern gemeinsam an praktikablen, nachhaltigen Lösungen zu arbeiten. 

Die Podiumsdiskussion wird Online stattfinden. Über den Chat werden Teilnehmende aus dem "Zuschauerraum" aktiv in die Diskussion einbezogen.  

Links und weitere Hinweise:

  • PartNet, von Peter, S., Bär, G., Behrisch, B., Bethmann, A., Hartung, S., Kasberg, A., Wulff, I., & Wright. M. (2020). Partizipative Gesundheitsforschung in Deutschland – quo vadis? Gesundheitswesen. doi doi.org/10.1055/a-1076-8078.
  • Homepage des Netzwerks Partizipative Gesundheitsforschung – PartNet: http://partnet-gesundheit.de/

Umsetzung des Beteiligungsrechtes von Kindern im nationalen Gesundheitsbildungs-Programm in Kenia: Sichtweisen der Grundschulkinder & Konzept zur Implementierung.

Zeit: Freitag, 04.12. um 10-11.30 Uhr

TN-Zahl: max. 20

Übertragungsweg: Zoom

Verantwortlich: Johanna Mahr-Slotawa (Dr.PH), johannamahr(at)gmail.com

Workshop-Inhalte:

Ich stelle im Workshop Ergebnisse meiner abgeschlossenen Promotionsstudie vor. Mit 36 Grundschulkindern habe ich eine Partizipative Aktionsforschung in der ländlichen Region um Nairobi (Kenia) durchgeführt. Der partizipative Forschungsprozess und die Anwendung der Forschungsmethoden der „Participatory Learning and Action (PLA-Methoden)“ und der Gruppeninterviews ermöglichten, gemeinsam mit den Kindern, ein Konzept zur Umsetzung ihres Beteiligungsrechtes zu entwickeln.  

Der Workshop gibt einen kurzen Überblick über das Forschungsdesign der Partizipativen Aktionsforschung. Dabei beschreibe ich auch die für die Zusammenarbeit mit Kindern sehr geeigneten PLA-Methoden (z.B. Web-Methode, Problem Tree). Weiterhin gebe ich Einblick in meine Ergebnisse zur Sichtweise der Grundschulkinder zu ihrem Beteiligungsrecht und dessen nationaler Umsetzung in Kenia. Ich strukturiere die Darstellung ihrer Sichtweisen in neun Kategorien. Diese Kategorien sind das Grundkonzept für mein empfohlenes Konzept zur globalen Umsetzung des Beteiligungsrechtes der Kinder.

Diskussionsvorschläge: Vorgestelle Inhalte (Studiendesign, Sichtweise der Kinder, Konzept und globale Umsetzung), Umsetzung des Beteiligungsrechtes der Kinder in Deutschland, Chancen und Risiken.

Partizipative Ansätze zur Kapazitätenstärkung von Gesundheitspersonal im Globalen Süden – Welche Konsequenzen hat der partizipative Ansatz für Planung und Zusammenarbeit im Projektkontext?

Zeit: Dienstag 8.12.2020, 10-11:30h

TN-Zahl: max. 20

Übertragungsweg: Webex

Verantwortliche: Ute Zocher (Consultant) und Flora Haderer, Zentrum für internationalen Gesundheitsschutz, Robert Koch Institut.

Kontakt: Flora Haderer, hadererf@rki.de

Im Rahmen einer Projektpartnerschaft des Robert Koch Instituts und des Nigerian Centre for Disease Control entwickelten wir ein Programm zur Kapazitätenstärkung von Nigerianischem Gesundheitspersonal. Fachkräfte werden ausgebildet und unterstützt, sodass sie Infektionsprävention und – kontrolle in nigerianischen Krankenhäusern verbessern können.

Die Idee ist, dass Veränderung (Verbesserung der Hygiene in Krankenhäusern) nur durch aktive Beteiligung (Partizipation) /Mitwirkung der Personen vor Ort, und unter Berücksichtigung von lokalen Gegebenheiten zustande kommen kann. Wir möchten also Gesundheitspersonal im „partizipativen Arbeiten“ ausbilden. Das funktioniert nicht durch eine „Schulung“ – sondern durch erlebendes Lernen. Dafür ist partizipative Zusammenarbeit auf allen Projektebenen notwendig:

Im Rahmen des Projekts sollen alle Beteiligten partizipative Zusammenarbeit erleben und diese auf die nächste Ebene weitergeben. In erster Linie übt sich das Projektteam (NCDC und RKI) in partizipativer Zusammenarbeit; das Projektteam bildet nigerianische Trainer*innen aus (Train the trainers), welche wiederum in Krankenhäusern lokales Personal ausbilden.

Expert*innen des NCDC und RKI entwickelten dafür einen Ansatz „Participatory Approach for Learning in Systems“ (PALS), der auf Prinzipien von Partizipation und dem Modell der Themen-zentrierten Interaktion (Ruth Cohen) aufbaut.

Im Rahmen des Workshops möchten wir das Projekt (Theorie/Ansatz, die Kaskade der Kapazitätenstärkung und Praxis/Aktivitäten) vorstellen. Zusätzlich möchten wir Konsequenzen des partizipativen Ansatzes für die Planung und Zusammenarbeit im Projektkontext anhand konkreter Beispiele aufzeigen und anschließend gemeinsam mit dem Teilnehmenden diskutieren.

(Das Projekt nennt sich NiCaDe – IPC: Nigeria Centre for Disease Control: Capacity development for preparedness and response for infectious diseases. Capacity development in training of infection prevention and control of health care workers at secondary and tertiary health care facilities. Mehr Informationen zum Projekt finden sich hier: ghpp.de/de/projekte/nicade/ )

ENTFÄLLT: Älter werden gemeinsam gestalten im ländlichen Raum - Age4Health/Fallstudie Witzenhausen

Zeit: dieser Workshop musste leider abgesagt werden

TN-Zahl: max. 25 Personen

Übertragungsweg: Webex

Moderation: Christina Kühnemund, Christina.Kuehnemund(at)pg.hs-fulda.de

Am Workshop inhaltlich Beteiligte:

  • Katja Eggert
    Stadt Witzenhausen, Beauftragte für Gleichstellung und Integration
  • Georg Gries
    Praxispartner des Forschungsprojektes, Stadtverordneter u. Vorsitzender des Sozialausschusses der Stadt Witzenhausen, ehem. Vorsitzender des Seniorenrates der Stadt Witzenhausen
  • Herbert Holz
    Praxispartner des Forschungsprojektes, ehem. Seniorenrat der Stadt Witzenhausen
  • Christina Kühnemund
    Hochschule Fulda, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsprojekt
  • Prof. Dr. Susanne Kümpers
    Hochschule Fulda, Projektleitung des Forschungsprojektes
  • Birgit Werner
    Praxispartnerin des Forschungsprojektes, Seniorenbegleiterin in Witzenhausen-Roßbach
  • Michael Zimmermann
  • Stadt Witzenhausen, Fachbereichsleiter Verwaltung

Workshop-Inhalte:

Ein Motto der ländlichen Fallstudie des Forschungsprojektes „Gesunde Stadtteile für Ältere – Age4Health“ in der Stadt Witzenhausen (Hessen, Werra-Meißner-Kreis) lautete: „Älterwerden gemeinsam gestalten“.

Auf Basis der Erfahrungen der Mitwirkenden sowie aus ihren unterschiedlichen Perspektiven wird im Workshop dargestellt, wie kommunale Partizipationsmöglichkeiten und -prozesse für und mit älteren Menschen – insbesondere derer in schwierigen Lebenslagen – im ländlichen Raum gefördert, begleitet und (mit-)gestaltet werden können.

Anhand der Projektverläufe, der gemeinsamen Forschungs- und Handlungsprozesse sowie der Erkenntnisse der Fallstudie wird insbesondere das Beispiel der Begegnungswoche »Schlemmen & Schnuddeln« fokussiert. Es zeigt, wie im Rahmen eines partizipativen Forschungs- und Handlungsprozesses gemeinsam mit unterschiedlichen Akteuren ein neues (Teilhabe-) Angebot in der Stadt und den Stadtteilen gemeinsam entwickelt und ermöglicht werden konnte.

Im anschließenden Gespräch mit den Teilnehmer*innen sollen Erfahrungen ausgetauscht und diskutiert werden, wie Älterwerden im ländlichen Raum gemeinsam gestaltet werden kann und welche Bedeutung dabei Partizipation und Teilhabe haben.

Weiterführende Informationen:

Kümpers, Susanne/ Kühnemund, Christina/ Nemelka, Miguel (2017 a): Partizipative Gesundheitsförderung für und mit älteren Menschen in der Kommune – Das Forschungsprojekt „Age4Health – Gesunde Stadtteile für Ältere“. In: Alisch, Monika/ Hagspihl, Stephanie/ Kreipl, Claudia/ Ritter, Martina (Hrsg.): Alter(n) und Soziale Nachhaltigkeit. Interdisziplinäre Zugänge zu den Herausforderungen alternder Gesellschaften. Kassel: kassel university press. S. 59-79.

Kümpers, Susanne/ Kühnemund, Christina/ Nemelka, Miguel (2017 b): Partizipative Gesundheitsförderung für und mit älteren Menschen im Wohnquartier. Ein Werkstattbericht. In: Public Health Forum, 25 (2): 162-164.

Kümpers, Susanne/ Kühnemund, Christina/ Nemelka, Miguel (2017 c): Age4Health – Gesunde Stadtteile für Ältere. Suchprozesse und Strategieentwicklung in einem partizipativen Forschungsprojekt. In: Stadtpunkte. Informationen zur Gesundheitsförderung (Zeitschrift der Hamburgischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V.), Heft 01/ Mai 2017, S. 5-7. Abruf unter: http://www.hag-gesundheit.de/uploads/docs/1615.pdf [letzter Abruf: 07.11.2019].

Kühnemund, Christina/ Kümpers, Susanne (2018): Gesundheitsförderung für Ältere im Stadtteil. In: Public Health Forum 26 (2): 123-126.

Kühnemund, Christina/ Kümpers, Susanne (2019): Kommunale Partizipationsmöglichkeiten benachteiligter älterer Menschen im ländlichen Raum – das Beispiel des Forschungsprojektes „Age4Health – Gesunde Stadtteile für Ältere. In: Alisch, Monika/ Hagspihl, Stephanie/ Kreipl, Claudia/ Ritter, Martina (Hrsg.): Soziale Innovationen: Alter(n) in ländlichen Räumen. Perspektiven von Selbstorganisation, Teilhabe und Versorgung. Kassel: kassel university press. S. 141-170. (unter Mitarbeit von Katja Eggert und Herbert Holz)

Kühnemund, Christina/ Kümpers, Susanne/ Eggert, Katja/ Holz, Herbert/ Gries, Georg/ Werner, Birgit, Zimmermann, Michael (2020, i. E.): Prozess- und Wirkungsbeschreibung. Forschungsprojekt „Gesunde Stadtteile für Ältere - Age4Health“. Fallstudie Witzenhausen, 2015-2020.